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Wie gelingt eine sozial gerechte Klimawende – und wie schützen wir unsere Demokratie vor Desinformation und spaltenden Tendenzen?
Mit dieser Leitfrage hat die Klima-Taskforce Nürtingen am 19. Juli 2025 engagierte Menschen aus ganz Deutschland zu einer Konferenz eingeladen. Einen ganzen Samstag lang drehte sich alles um Strategien für mehr demokratische Resilienz und wirksamen Klimaschutz.

Den Einstieg bildete der Vortrag von Julius Neumann zum Climate Community Organizing. Er zeigte, wie wichtig persönliche Ansprache, gemeinsames Handeln und starke lokale Netzwerke sind, besonders in politisch aufgeheizten Zeiten. Viele Teilnehmende fühlten sich in ihren eigenen Erfahrungen wiedererkannt, sodass sich schnell ein offener und inspirierender Austausch entwickelte.

Beim anschließenden World-Café kamen die Themen noch näher an den Alltag der Anwesenden heran. In kleinen Gesprächsrunden wurden Fragen gesammelt, Erfahrungen ausgetauscht und Herausforderungen geteilt. Trotz der unterschiedlichen Hintergründe wurde deutlich: Alle eint der Wunsch, an einer gerechteren und nachhaltigeren Gesellschaft mitzuwirken.

Die Mittagspause führte die Gruppe nach draußen. In der Sonne vor der KulturKantine knüpften viele neue Kontakte, während das gemeinsame Essen für eine entspannte Atmosphäre sorgte.

Gut gestärkt ging es weiter mit einem Stadtrundgang durch Nürtingen, angeleitet von Gina aus der Klima-Taskforce. Auf dem Weg zu lokalen Best-Practice-Projekten ergaben sich spontane Gespräche mit Ehrenamtlichen, die von ihrem Engagement berichteten. So wurde sichtbar, wie vielfältig Klimaschutzarbeit in der eigenen Stadt sein kann.

Am Nachmittag begann der Workshop-Teil, der inhaltliche Kern des Tages. In einem der Workshops gab eine Klimajournalistin des SWR Einblicke in die Mechanismen von Desinformation. Anhand konkreter Beispiele wurden Strategien entwickelt, um Falschinformationen zu erkennen und ihnen klar zu begegnen. Die interaktiven Aufgaben forderten alle zum Mitdenken auf und machten schnell deutlich, wie präsent das Thema im Alltag ist. Weiter Informationen zu Desinformation findet ihr auf der Webseite von Klimafakten.

Parallel dazu widmete sich ein Team von FARN e. V. der Frage, wie Klimakrise und Rechtsextremismus zusammenhängen. Dabei wurde klar, dass Leugnung der Klimakrise zunehmend durch taktische Umdeutungen ersetzt wird. Die Vereinnahmung von Umwelt- und Klimathemen durch ausgrenzende Ideologien ist längst Realität und stellt eine ernsthafte Gefahr dar.

Zum Abschluss kamen alle wieder zusammen. In einer Mix’n’Match-Runde tauschten sich die Teilnehmenden zu zweit über ihre wichtigsten Erkenntnisse aus: Welche Ideen nehme ich mit? Was kann ich in meinem eigenen Umfeld ausprobieren? Die Gesprächspausen waren voller Lachen, konzentriertem Zuhören und dem Gefühl, Teil eines größeren Ganzen zu sein.

So endete ein Tag voller Begegnungen und neuer Perspektiven. Die Klima-Taskforce Nürtingen bedankt sich herzlich bei allen, die diesen Austausch möglich gemacht haben. Gemeinsam gehen wir weiter auf dem Weg zu einer klimagerechten, offenen und demokratischen Zukunft.

Diese Veranstaltung wurde gefördert durch:

Heidehof Stiftung LogoGLS Treuhand Logo

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Das Klimabündnis Nürtingen, ein Zusammenschluss von Umweltgruppen wie dem BUND, der Klima-Taskforce und anderen zivilgesellschaftlichen Akteuren, setzt sich dafür ein, Klimaschutzthemen in die kommunale Politik zu bringen. Vor den Kommunalwahlen organisiert das Bündnis Bürgerbeteiligungsformate, bei denen Bürgerinnen ihre Wünsche und Forderungen für die Kommunalpolitik äußern können. Ziel ist es, Klimaschutz in die Wahlprogramme der Parteien zu integrieren und langfristig eine stärkere Beteiligung der Bürgerinnen an politischen Entscheidungsprozessen zu fördern. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Mobilisierung junger Menschen, die zum ersten Mal bei der Kommunalwahl abstimmen können. Die Klima-Taskforce unterstützt das Klimabündnis mit ihrem Netzwerk und ihrer Expertise in der Bürgerbeteiligung.

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Die „Bibliothek der Dinge“ ist ein Projekt, das den ressourcenschonenden Umgang mit Alltagsgegenständen fördert. Wie in einer herkömmlichen Bibliothek können Bürgerinnen hier jedoch keine Bücher, sondern praktische Gegenstände wie Werkzeuge, Haushaltsgeräte, Sportausrüstung oder Gartengeräte ausleihen. Die Idee dahinter ist, den Besitz durch gemeinsames Nutzen zu ersetzen, sodass nicht jeder Haushalt alles selbst kaufen muss. Durch die Ausleihe von Dingen, die nur selten benötigt werden, wie z.B. Bohrmaschinen, Akkuschraubern oder Nähmaschinen, werden Ressourcen geschont und Kosten gesenkt. Das Projekt trägt zur Stärkung der Kreislaufwirtschaft bei und fördert einen bewussteren Konsum. Darüber hinaus werden Workshops zur richtigen Handhabung der Geräte angeboten, wodurch die Teilnehmerinnen sowohl in der Nutzung der Geräte als auch im sparsamen Konsumverhalten geschult werden.

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Die Mobilitätstage sind eine Veranstaltungsreihe, die in verschiedenen Stadtteilen stattfindet, um die Bürgerinnen über klimafreundliche Mobilität zu informieren und zu inspirieren. Dabei wird ein breites Spektrum an Themen abgedeckt, von Radverkehr und Carsharing bis hin zur Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV). Durch interaktive Formate wie eine mobile Fahrradwerkstatt, Carsharing-Probefahrten und Informationsstände wird den Bürgerinnen gezeigt, wie sie ihren Alltag nachhaltiger gestalten können. Diskussionsrunden mit Expertinnen und Vertretern der Stadtverwaltung bieten zudem die Möglichkeit, sich aktiv an der Gestaltung der lokalen Mobilitätswende zu beteiligen. Ziel der Mobilitätstage ist es, das Bewusstsein für alternative Mobilitätsformen zu stärken und langfristig eine Verhaltensänderung hin zu umweltfreundlicheren Verkehrsmitteln zu fördern. Die Veranstaltungen schaffen Raum für Austausch und bringen die Bürgerinnen mit lokalen Mobilitätsanbietern in Kontakt, um Lösungen für eine klimafreundliche Zukunft zu entwickeln.

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Mit der Sammelbestellung von Balkonkraftwerken bietet die Klima-Taskforce Bürgerinnen die Möglichkeit, Solarenergie unkompliziert und zu Sonderkonditionen zu nutzen. Balkonkraftwerke sind kleine Solaranlagen, die über die Steckdose Strom in das eigene Hausnetz einspeisen können – eine ideale Lösung auch für Mieterinnen und Wohnungseigentümerinnen ohne große Dachflächen. Die Sammelbestellung erleichtert den Zugang zu erneuerbaren Energien, indem die Bürgerinnen durch Beratung und Unterstützung den Kauf und die Installation der Anlagen meistern. Die Klima-Taskforce arbeitet dabei eng mit einem lokalen Solarteur zusammen, der die Balkonkraftwerke bereitstellt. Vor der Bestellung haben die Bürger*innen die Möglichkeit, sich umfassend über die technischen Details und die Installation beraten zu lassen. Diese Initiative trägt dazu bei, die Energiewende vor Ort voranzubringen und macht es Menschen auch ohne Wohneigentum einfacher, aktiv zum Klimaschutz beizutragen. Die direkte Zusammenarbeit mit dem lokalen Einzelhandel stärkt zudem die regionale Wirtschaft.

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Mit dem Unternehmensnetzwerk bringt die Klima-Taskforce lokale Unternehmen zusammen, um gemeinsam an Lösungen für den Klimaschutz zu arbeiten. Ziel ist es, den Austausch zwischen Unternehmen zu fördern und ihnen konkrete Ansätze für die Reduktion von CO₂-Emissionen und die Steigerung der Energieeffizienz aufzuzeigen. Das Netzwerk bietet regelmäßige Workshops und Treffen, bei denen Wissen und Best Practices ausgetauscht werden, um nachhaltige Projekte in Unternehmen umzusetzen. Die Klima-Taskforce fungiert dabei als Bindeglied zwischen Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft und unterstützt die Unternehmen dabei, ihre Geschäftspraktiken zu überprüfen und langfristig klimafreundlicher zu gestalten. Das Unternehmensnetzwerk ist ein wichtiger Schritt, um die lokale Wirtschaft stärker in den Klimaschutz einzubinden und gemeinsam nachhaltige Lösungen zu entwickeln, die über den einzelnen Betrieb hinausgehen und das kommunale Klimaziel unterstützen.

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Der „Kleiderradatsch“ widmet sich dem Thema des nachhaltigen Konsums. Dabei handelt es sich um einen Kleidertausch, bei der Besucher*innen gebrauchte Kleidung tauschen und vor Ort reparieren können. Das Event bietet jedoch mehr als nur den Austausch von Kleidung: Ein Rahmenprogramm mit Workshops, Live-Musik und einer Modenschau zeigt die Vielfalt nachhaltiger Mode auf. Auch werden informative Vorträge über die ökologischen und sozialen Auswirkungen der Modeindustrie angeboten. Bei der DIY-Nähinsel haben Teilnehmer*innen die Möglichkeit, ihre getauschten oder mitgebrachten Kleidungsstücke unter Anleitung zu ändern oder zu reparieren und so direkt vor Ort Recycling und Upcycling zu betreiben. Mit dem Kleiderradatsch soll ein Bewusstsein für ressourcenschonenden Konsum geschaffen werden – ein besonders wichtiger Ansatz, da die Textilindustrie weltweit 10% der Treibhausgasemissionen verursacht. Das Projekt fördert somit nicht nur die Wiederverwendung von Textilien, sondern auch einen nachhaltigen Lebensstil.

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Das Projekt „Dämm_it“ bietet eine innovative Lösung für die energetische Sanierung von Häusern: Durch die gemeinschaftliche Zusammenarbeit von Hausbesitzerinnen und die Nutzung ökologischer Dämmmaterialien wie Zellulose, Holzfasern oder Stroh können Häuser kostengünstig und nachhaltig gedämmt werden. Ziel des Projekts ist es, den Energieverbrauch von Häusern zu senken und somit einen aktiven Beitrag zur Wärmewende zu leisten. Die Teilnehmerinnen schließen sich in kleinen Gruppen zusammen und werden von erfahrenen Handwerker*innen professionell angeleitet. So wird die energetische Sanierung für alle Beteiligten erschwinglicher, und gleichzeitig lernen die Teilnehmenden handwerkliche Fähigkeiten, die sie später bei weiteren Projekten anwenden können. Die gemeinschaftliche Umsetzung des Dämmprojekts sorgt nicht nur für eine direkte Energieeinsparung in den gedämmten Häusern, sondern fördert auch den Austausch von Wissen und stärkt das Bewusstsein für nachhaltiges Bauen. Das Projekt leistet somit einen wichtigen Beitrag, um die Sanierungsquote zu erhöhen und den Energieverbrauch in der Region zu senken.

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Um dem wachsenden Interesse an Photovoltaikanlagen gerecht zu werden, hat die Klima-Taskforce in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und der Bürgerenergie-Genossenschaft Teckwerke Kirchheim Bürgersolarberater*innen ausgebildet. Diese Ehrenamtlichen beraten andere Bürgerinnen, die Solarstromanlagen auf ihren Dächern installieren möchten. Die Ausbildung umfasst sowohl einen theoretischen Teil, der die Grundlagen der Solarenergie und die technischen Anforderungen vermittelt, als auch einen praktischen Teil, bei dem die angehenden Solarberaterinnen mehrere Beratungsgespräche begleiten. So können die ausgebildeten Bürgerinnen fundierte Beratung anbieten, die die Nachfrage nach Solaranlagen in der Region unterstützt. Das Projekt trägt dazu bei, die Energiewende vor Ort voranzutreiben, indem es das lokale Wissen über Solarenergie stärkt und weitergibt.

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Die Photovoltaik-Informationsveranstaltungen bieten Bürgerinnen einen umfassenden Einblick in die Möglichkeiten der Solarenergie. Expertinnen aus der Region erläutern den Ablauf, die Kosten und die Vorteile der Installation von Photovoltaikanlagen auf privaten Dächern. In den Vorträgen wird nicht nur über die technischen Aspekte der Solarenergie informiert, sondern auch über die persönlichen und finanziellen Vorteile, die sich durch den Einsatz erneuerbarer Energien ergeben. Diese Veranstaltungen richten sich vor allem an Hausbesitzerinnen, die in eine Photovoltaikanlage investieren möchten, aber noch offene Fragen zu Montage, Wirtschaftlichkeit und regionalen Ausbauzielen haben. Durch die direkte Beratung und den Austausch mit erfahrenen Solarberater*innen unterstützt die Klima-Taskforce die Bürger*innen dabei, einen wichtigen Schritt in Richtung einer klimafreundlichen Energieversorgung zu gehen.

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